Pflastersteine legen - das Finale
- Raik Dittrich
- 10. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Das Legen der Pflastersteine war die letzte große Etappe beim Bau des Mehrfamilienhauses. 14 Paletten Pflastersteine waren zu verlegen, die dort standen, wo gepflastert werden soll. Mit Kanaldeckel, Regenwassereinläufen, mit Bezugshöhen und dem richtigen Gefälle zu den Einläufen.
Pflastersteine mit verschiedenen Winkeln rundum waren zu schneiden mit einfachen Werkzeugen, mit Augenmaß, gut überlegt.

Die Stunde der Wahrheit. Haben die Fundamentsockel der Sandsteinmauern das richtige Gefälle zu den Einläufen und zur Haustür?

Vorausschauendes Planen und Arbeiten bei vorangegangenen Gewerken ist eine Voraussetzung zum Gelingen dieser Aufgabe. Das fängt mit dem Fotografieren der verlegten Kanalrohre beim Bau der Bodenplatte an für die erst viel später zu setzenden Regenwassereinläufe, damit diese leicht wieder gefunden werden.

Die folgenden Fotos sind eine Zeitreise über einige Wochen Arbeit.
Da war nichts mit "Hau-Ruck" gemacht. Ausdauer und Gelassenheit sind gefragt. Stein für Stein. Vom ersten bis zum Legen des letzten Pflastersteins.






Last-but-not-least:
Beim Abladen von Palette 13 platzten gleich 2 Hydaulikschläuche vom Kran des 10 Jahre alten DAF LKW. Der Fahrer hat sich mit seinem Körper über die Ölfontaine gebeugt, dami die Hauswand nichts abbekommt.
Das Telefonat zwischen ihm und seinem Chef war sehr aufschlussreich für mich.
Mit meinen Erkenntnissen und nach Rücksprache mit dem Baustoffhändler meldete ich den Schaden beim Lieferanten.
Danacht wurde es spannend. Der Vorfall war eine heiße Kartoffel. Keiner wollte die Sache bearbeiten oder entscheiden, denn das kann schnell mal Kosten von 50 bis 60 Tausend Euro zur Folge haben, sagte der Service-Monteuer, der die 2 geplatzten Schläche ersetzte ganz nebenbei.
Draus wurde ein "WM Finale mit Verlängerung und Elfmeterschießen". Ich lies nicht locker und fragte mich von einer Stelle zur nächsten Stelle. Es dauerte solange, bis amtlich festgestellt und entscheiden werden konnte, dass es - weil es sich um biologisch abbubares Hydrauliköl gehandelt habe und sich gem. der Sicherheitsdatenblatt vom Öl bereits mehr als 60% des ausgelaufenen Öls biologisch abgebaut hätten - keine weiteren Maßnahmen seitens der Grundstücksbesitzer zu erfolgen haben. Das Schreiben vom Landratsamt ist wertvoll und gut archiviert . . . Preis siehe oben.



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